Ausschuss Weltkirche

Der Ausschuss Weltkirche konkretisiert die weltweite Verantwortung und organisiert die Projektarbeit in unserer Gemeinde. Schwerpunkte und Partnerschaften sind Frauen und Dorfentwicklung in Mali bzw. Peru.

 

 

Weltkirche inmitten von "Kruscht und Kostbarkeiten"

Zweimal im Jahr verwandelt sich das Gemeindezentrum St. Martin ein ganzes Wochenende lang in einen bunten Bazar - seit Herbst 2011 findet dort der Flohmarkt statt. Angefangen hat dieser vor ca. 20 Jahren in der Stuttgarter Straße mit ein paar Gegenständen und Helfern. Heute ermöglichen rund 70 ehrenamtliche Mitarbeiter beim Aufbau, Abbau, Verkauf sowie als Kuchenbäckerinnen diese Veranstaltung. Viele sind sehr engagiert und bringen sich mit tollen Ideen ein. Ein herzliches Dankeschön gilt ihnen allen, ebenso allen, die eine Sachspende leisten! Die Bereitschaft zur Unterstützung ist enorm hoch. Es befinden sich viele Kostbarkeiten unter den Spenden, die sonst teilweise im Müll gelandet wären und durch den Flohmarkt einen neuen Besitzer finden. So wird die Umwelt geschont und manch einer freut sich über die günstige Bereicherung seines Haushaltes oder das lange gesuchte „Kleinod“.

Die Besucher des Flohmarkts sind genauso bunt wie der angebotene Trödel. Hierunter befinden sich viele mit kleiner Börse, unter anderem Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Berliner Straße, aber auch Flohmarkthändler und natürlich viele Interessierte aus Herrenberg und den umliegenden Orten. Verschiedenste Hautfarben, Sprachen, Nationen, Religionen und Altersgruppen sind vertreten. Die Kaffeeecke ist ein beliebter Treffpunkt zum Gedankenaustausch und zu überraschenden Begegnungen. Hier findet „Weltkirche“ statt!

Man kann sagen, der Flohmarkt verbindet Umweltbewusstsein, Caritas und Weltkirche. Denn der Erlös geht an zwei Weltkirchenprojekte unserer Gemeinde: im Herbst nach Peru – momentan nach Chulucanas zur Ausbildungsbeihilfe von Jugendlichen aus ärmeren Familien – und im Sommer nach Mali.

Dort unterstützen wir seit 1996 das Projekt FEVIMO zur Förderung von Frauen in den Dörfern rund um Mopti. Im Laufe der Jahre konnten rund 70.000 Euro an Flohmarkterlösen nach Mali überwiesen werden. Finanziert wurden damit unter anderem Bildungsmaßnahmen, wirtschaftliche Kleinprojekte der Frauen, Bau einer Gesundheitsstation, Ausbildung einer Hebamme, Anlegen von Gemüsegärten, Graben eines Brunnens sowie Mikrokredite. Leider hat in den letzten Jahren die politische Situation in Mali mit Rechtsunsicherheit und zahlreichen Binnenflüchtlingen die Arbeit erschwert. Zudem musste zweimal das Geld anstatt für den vorgesehenen Zweck zum Kauf von Hirse und Reis verwendet werden, weil die Menschen aufgrund des ausbleibenden Regens nichts ernten konnten.

Dieses Problem stellt sich jetzt wieder. Deshalb können wir leider nicht, wie eigentlich geplant, einen Brunnenbau in Perressougué unterstützen. Stattdessen werden die Einnahmen vom Flohmarkt dazu verwendet, Nahrungsmittel und Saatgut zu kaufen, um die Not der Menschen zu lindern. (Siehe Brief von Sr. Bertine Some)

Setzen wir auch über den Flohmarkt hinaus ein Zeichen weltkirchlicher Verbundenheit!

Schlechte Nachrichten aus Mali - Auszüge aus einem Brief von Schwester Bertine Some vom 31. Mai 2018

Es gibt keine stabile Sicherheit hier in unserer Gegend, weil es immer wieder im Umkreis der Stadt zu Angriffen kommt, vor allem im Gebiet von Koro, wo unsere Pfarrei Barapiréli liegt. Momentan  gibt es in der Umgebung von Sévaré keine großen Unruhen. Tag und Nacht patrouilliert die MINUSMA. Aber überall herrscht Angst, weil in jedem Augenblick alles Schlimme passieren  kann. Die bedrohten Menschen in der Peripherie verlassen Haus und Hof und ziehen nach Mopti.

Es gibt keine dauerhafte Ruhe, vor allem in den Dogon-Dörfern, und man fragt sich, ob gewisse Dörfer in diesem Jahr überhaupt etwas anbauen können. Auf alle Fälle gibt es afrikanische und europäische Soldaten, die den Menschen in Sévaré und in manchen Hauptorten der Umgebung ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.
Was die Ernten in diesem Jahr betrifft, muss ich Ihnen sagen, dass es ernste Probleme gibt. Die Ernten waren vor allem in unserer Ge­gend sehr schlecht. Es gab viel zu wenig Regen, so dass die Felder komplett austrockneten...

Seit Dezember haben die Leute nur die Wahl und die Mühe und Sorge, ihre Lebensmittel auf dem Markt zu kaufen und zu bezahlen. Zumal der Preis für Getreide (Reis, Hirse, Mais; Erdnüsse u.a.) stän­dig steigt. Bald soll die Regenzeit beginnen und die Leute werden kein Saatgut mehr haben. So bitten wir deshalb um Ihre Hilfe. Im Namen des Pfarrers von Mopti sowie des Teams der Caritas Mopti übermittle ich noch einmal unseren aufrichtigen, tief empfundenen und herzlichen Dank für alles, was Sie für die Frauen der Pfarrei Mopti durch dieses Projekt FEVIMO tun. Gottes Segen begleite Sie alle."

Unsere Aktionen

Fairer Handel

Verkauf von Waren aus dem Fairen Handel (Kaffee, Tee, Honig, Reis, Schokolade etc.), meistens am ersten Wochenende im Monat, nach dem Gottesdienst in St. Josef und St. Martin:

07./08. Juli, 04./05. August (Ferien), 01./02. September (Ferien), 06./07. Oktober, 03./04. November (Ferien) und am 02. Dezember in St. Martin

Flohmarkt im Gemeindezentrum St. Martin

Flohmarkt für Peru: Samstag, 17. und Sonntag, 18. November 2018

Aufbau: Freitags ab 15.15 Uhr

Auspacken: Freitags ab 16.00 Uhr und Samstags ab 08.00 Uhr

Verkauf: Samstag 09-19 Uhr und Sonntag 11.30 - 15 Uhr

Sonntag der Weltmission

Mitgestaltung der Gottesdienste am 27./28. Oktober

Vorschau auf 2019: Flohmarkt am 29./30.06.2019 und am 16./17.11. 2019